Die Spannung steigt: Nachdem die BR Volleys am Dienstagabend mit einem klaren 3:0-Auswärtserfolg gegen Ljubljana im letzten Gruppensiel der 2015 CEV Volleyball Champions League zum dritten Mal in Folge den Einzug in die Runde der besten 12 europäischen Mannschaften feiern konnten, fiebern die Berliner nun der Bekanntgabe des Ausrichters des diesjährigen Champions League Final Four am Donnerstag in Luxemburg entgegen.

Es wäre ohne Zweifel der Höhepunkt in der erfolgreichen Vereinsgeschichte der BR Volleys – die Ausrichtung des CEV Champions League Final Four. Doch bis der Europäische Volleyballverband CEV am Donnerstag seine Entscheidung über den Gastgeber des am Wochenende 28./29. März stattfindenden Finalturniers bekannt gibt, können die Volleyballfans in Berlin und ganz Deutschland nur kräftig die Daumen drücken – für das erste Champions League Finale auf deutschem Boden! 

Sportlich legte die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew mit dem Erreichen des zweiten Platzes in der Vorrundengruppe C - hinter dem punktgleichen polnischen Topteam Asseco Resovia Rzeszow - den Grundstein für eine mögliche Ausrichtung des Finalturniers. Als einer der fünf besten Gruppenzweiten qualifizierte sich der Deutsche Meister – zusätzlich zu den sieben Gruppenersten – zum dritten Mal in Serie und vierten Mal in der Vereinsgeschichte für die Runde der besten zwölf Mannschaften in der europäischen Königklasse.

Anfang November mit einem 3:1-Heimsieg gegen Ach Volley Ljubljana in die Gruppenphase der Champions League gestartet, musste die Mannschaft um Kapitän Scott Touzinsky im zweiten Vorrundenspiel trotz einer furiosen Aufholjagd nach 0:2-Satzrückstand beim montenegrinischen Meister Budvanska Rivijera Budva eine bittere 2:3-Niederlage einstecken.

Doch schon kurz darauf unterstrichen die Hauptstädter ihre Ambitionen im bedeutendsten Vereinswettbewerb der Welt mit einem 3:0-Sensationssieg beim polnischen Spitzenteam Asseco Resovia Rzeszow. Auch ein zweiter Sieg gegen die Mannschaft um den deutschen Nationalspieler Jochen Schöps war in greifbarer Nähe: Vor fast 6.500 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle erzwangen die Berliner im Rückspiel nach einem 0:2-Satzrücksstand noch den Tie-Break, mussten sich in diesem aber mit 10:15 geschlagen geben.

Im letzten Vorrundenspiel vor heimischer Kulisse taten sich die Berliner gegen Budva zunächst schwer, konnten mit einem 3:0 aber drei weitere wichtige Punkte auf dem Weg in die Playoffs 12 sammeln und sich für die Niederlage im Hinspiel revanchieren. Zum Abschluss der Gruppenphase machte das BR Volleys Team schließlich mit einem souveränen 3:0 Auswärtssieg in Ljubljana die Playoff 12 Qualifikation perfekt.

Diese Runde der besten 12 Mannschaften wird auch in diesem Jahr erwartungsgemäß von drei Nationen dominiert. Neben der Mannschaft von Zenit Kasan, die ohne Satzverlust in die Playoffs 12 einzieht, bahnten sich mit Nowosibirsk und Belgorod gleich drei russische Clubs ihren Weg in die K.o.-Runde. Auch die polnische PlusLiga (Rzeszow, Belchatow und Jastrzebski) wird ebenso wie Italiens Serie A (Perugia, Piacenza, Treia - Macerata*) mit einem Trio vertreten sein. Als fünfbester Gruppenzweiter schaffte mit dem VfB Friedrichshafen neben Berlin auch der zweite deutsche Vertreter den Sprung in die Playoffs 12.

Die Playoff 12 Teilnehmer 2015:

Tomis CONSTANTA (ROU)
Lokomotiv NOVOSIBIRSK (RUS)
Asseco Resovia RZESZOW (POL)
Zenit KAZAN (RUS)
Belogorie BELGOROD (RUS)
PGE Skra BELCHATOW (POL)
Sir Safety PERUGIA (ITA)
    
BERLIN Recycling Volleys (GER)
Halkbank ANKARA (TUR)
JASTRZEBSKI Wegiel (POL)
Copra Volley PIACENZA (ITA)
VfB FRIEDRICHSHAFEN (GER)

Cucine Lube TREIA (Macerata, ITA)*

*rückt für den Ausrichter des Final Four als nächstbester Gruppenzweiter nach