Beim letzten Heimspiel des Jahres erwartet die Berliner Volleyballfans ein echter Saisonhöhepunkt: Am Donnerstagabend (18. Dez um 19.30 Uhr) empfangen die BR Volleys in der CEV Champions League das europäische Spitzenteam Asseco Resovia Rzeszow. Nach dem erstaunlichen 3:0-Hinspielerfolg in Polen will der Deutsche Meister in der Max-Schmeling-Halle möglichst für eine erneute Überraschung sorgen.

„Vielleicht haben wir Rzeszow wirklich ein wenig überrascht“, blickt Mark Lebedew auf den ebenso klaren wie unerwarteten Auswärtssieg beim polnischen Starensemble Anfang Dezember zurück. „Doch wir haben über das gesamte Spiel eine sehr gute und konzentrierte Leistung gezeigt und verdient gewonnen“, so der Coach des Deutschen Meisters. Dass das Rückspiel im Berliner „Volleyballtempel“ seiner Mannschaft wieder alles abverlangen wird, ist dem Australier bewusst: „Ich erwarte diesmal einen deutlich stärkeren Auftritt von Rzeszow, noch einmal wird man uns sicherlich nicht unterschätzen.“

Vor der schwierigen Partie in der europäischen Königklasse konnten die Berliner mit ihrem 3:0-Erfolg bei den SWD powervolleys Düren in der Bundesliga noch einmal Selbstvertrauen tanken. „Es war wichtig, nach der Pokal-Niederlage in Friedrichshafen mit einem Sieg und einer guten Leistung zurück zu kommen. Das ist uns gelungen“, erzählt Lebedew, der jedoch den Polen die etwas bessere Vorbereitung attestiert.

Die Mannschaft von Cheftrainer Andrzej Kowal reist nach einem 3:1-Auswärtssieg beim Tabellenvorletzten der polnischen PlusLiga Bielsko-Biala ausgeruht nach Berlin. „Rzeszow konnte sich fast eine Woche lang auf dieses Spiel vorbereiten, während wir erst Montagnacht aus Düren zurückgekehrt sind. Das ist sicher nicht optimal“, vergleicht der Coach. „Seitdem fokussieren wir uns aber gut auf dieses wichtige Match.“

Nach zwei Siegen (3:1 gegen Ljubljana; 3:0 gegen Rzeszow) und einer Niederlage (2:3 gegen Budva) führen die BR Volleys die Tabelle in der Gruppe C an, doch noch ist das Weiterkommen in die Runde der Top 12, für die sich nur die sieben Gruppensieger und die besten fünf Zweitplatzierten qualifizieren, keinesfalls gesichert. „Ich glaube nicht, dass das morgige Spiel darüber entscheiden wird, wer am Ende der Vorrunde auf dem ersten Platz steht”, sagt Scott Touzinsky. „Dennoch werden wir alles daran setzen, gemeinsam mit unseren Fans auch zu Hause einen Sieg einzufahren“, gibt sich der BR Volleys Kapitän optimistisch. Und auch sein Coach setzt auf die Atmosphäre im „Volleyballtempel: „Ich bin mir sicher, dass wir mit der Unterstützung des Berliner Publikums eine gute Chance haben, mit Rzeszow mitzuhalten!“